eComStation 2.0
Sunday 31st October 2010
Die neue eComStation (eCS) Version 2.0 ist erschienen. Und nach gut 6 Jahren eCS Abstinenz habe ich mir diese neue Version als Update gekauft und auch gleich auf meinem Notebook Lenovo Thinkpad W500 installiert. Was ich nicht wirklich erwartet hatte, es lief ohne Probleme. Eine der zwei HD Grafikkarten im Notebook funktioniert mit höchster Auflösung (1920x1200), Sound funktioniert, Ethernet (allerdings erst durch die nachträglich Treiber Installation), ACPI, USB, beide Prozessoren wurden erkannt und auch benutzt, uvm. Das was nicht funktioniert, und noch nie unter eCS funktionierte, war Bluetooth und Firewire. Des weiteren gibt es noch keinen Treiber für die eingebaute WLAN Karte, oder ich finde diesen einfach nicht. Dazu gibt’s Flash10, Firefox4, Twitter dutzende QT4 Applikationen usw.!
Soviel zu meiner privaten Nutzung von eCS. Schauen wir aber mal von einem anderen Blickwinkel auf das „neue“ (alte) System. Aus der Sicht eines IT-Freelancers. Als Selbständiger benötigt man schlicht weg ein Office, dies ist mit OpenOffice 3 auch vorhanden. Onlinebanking für’s Monetäre ist mit Moneyplex oder einfach über den Online Service der Banken ebenfalls vorhanden. Über das Drucken von Rechnungen (auch via Netzwerkdrucker, Stichwort eCUPS) muss ich mir ebenfalls keine Gedanken machen. Als IT'ler, oder genauer gesagt, als Linux Admin, benötige ich zwingend SSH, hier gibt es z.B „ZOC“, oder ganz normal wie auch unter Linux „OpenSSH“. Des weiteren ist der Zugriff auf SAMBA, Novell und Windows Shares ebenfalls Möglich. Spezial Programme wie BladeLogic von BMC, oder der Sidewinder Manager funktionieren natürlich nicht. Diese sind allerdings auch in der Linux Welt nur bei den großen Distributionen zu Hause. Kurz um, auch in meinem Beruf treffe ich derzeit nicht auf Probleme mit eCS. Aber, und das ist ein sehr wichtiges Kriterium, eCS kennt keine Festplatten Verschlüsselung, in eCS muss ich den Bildschirmschoner mit Passwort Schutz einschalten um direkten „Zugriffsschutz“ zu erhalten da es sich dabei nur um ein single User System handelt. Kurz um, wer die Daten meines Notebooks haben möchte, nimmt sich mein Notebook (oder nur die Festplatte) und ist Glücklich. Somit sind die ggfs. darauf vorhandenen Kundendaten (ist bei mir nicht der Fall) nicht geschützt. Das betrifft mich zwar nicht, da solche Daten nicht auf meinemNotebook sind, trotzdem ist es ein Manko. Ein quasi Workaround ist hierbei eine Dateiverschlüsselung mithilfe von ccrypt. Damit ist es zumindest Möglich einzelne Dateien zu verschlüsseln.
Mein Fazit: Als privat Mann, wie auch als Freiberuflicher SysAdmin fahre ich (die Betonung liegt auf "ich") gut.
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